Der „FC Bayern der Gewindetechnik“ kann auf 50 erfolgreiche Geschäftsjahre zurückblicken

Delligsen (js) – Das Glück hilft dem Tüchtigen, sagt der Volksmund. So ging es auch Gerhard Dietrich, der 1964 in Stroit das Fundament für sein Lebenswerk legte – obwohl er weder Meistertitel noch Geld besaß. Dank einer Ausnahmeregel, die noch aus der Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg stammte, durfte er auch ohne Meisterprüfung einen Handwerksbetrieb gründen. Die Sparkasse Einbeck war so überzeugt von der Idee, dass sie 10.000 DM bereitgestellte, damit Gerhard Dietrich sich mit einer Spitzen- und Revolverdreherei selbstständig machen konnte. Individualität statt Massenware lautet bis heute die Devise: Das Unternehmen spezialisierte sich darauf, komplexe Gewinde herzustellen, zum Beispiel Gewinde mit speziellen Endenbearbeitungen, mehrgängige Gewinde oder Werkstücke aus exotischen Materialien.

Vertriebsmanager Sergii Goman: „Es gibt kaum ein Gewinde, das wir nicht herstellen können. Wenn unsere Kunden es zeichnen können, dann bauen wir es.“

Bornemann besitzt etwas das Großkonzernen fehlt: den starken familiären Zusammenhalt. Statt sich dem Kapitalmarkt beugen zu müssen, konnte man stets selbstbestimmte Entscheidungen treffen. 1997 zog das Unternehmen um nach Delligsen ins Gewerbegebiet Klus. Heute sind dort 65 Mitarbeiter beschäftigt. „Nur durch die ständige Bereitschaft, neue Wege z gehen, gehört Bornemann Gewindetechnik mittlerweile zur Weltklasse in der Herstellung von komplexen und großen Gewindeteilen. In diesen Spezialbereichen sind wir sozusagen der FC Bayern der Gewindetechnik“, betont Moritz von Soden, der in Kürze gemeinsam mit seiner Frau Kathrin die Geschäftsführung übernehmen wird.

Kürzlich lieferte Bornemann an einen Anlagenbauer die größte Spindel aus, die das Unternehmen je gebaut hat.

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